Falsche Polizeibeamte rufen in der Wesermarsch an
Im Landkreis Wesermarsch hat die Polizei mindestens sieben Anrufe durch falsche Polizeibeamte registriert. Die Täter setzen auf Druck, angebliche Einbrüche und manipulierte Telefonnummern.
Am Montag kam es nach Angaben der Polizei im Landkreis Wesermarsch zu mindestens sieben Anrufen durch falsche Polizeibeamte. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche und bittet besonders ältere Menschen sowie Angehörige um erhöhte Wachsamkeit.
Die bislang unbekannten Täter geben sich am Telefon in betrügerischer Absicht als Polizeibeamte aus. In den bekannten Fällen erkannten die Betroffenen den Betrugsversuch rechtzeitig, sodass es nach Polizeiangaben zu keinem Schaden kam.
Häufig behaupten die Anrufer, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei oder dass Einbrecher festgenommen worden seien. Anschließend versuchen sie, Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen. Teilweise wird auch mit angeblichen Unfällen oder Festnahmen von Angehörigen Druck aufgebaut.
Besonders tückisch ist der technische Teil der Masche. Die Täter können laut Polizei erreichen, dass auf dem Telefondisplay eine örtliche Rufnummer oder sogar die „110“ erscheint. Die angezeigte Nummer ist in solchen Fällen manipuliert und kein Beleg dafür, dass tatsächlich die Polizei anruft.
Die wichtigsten Warnhinweise der Polizei
- Die Polizei fragt niemals telefonisch nach Bargeld, Schmuck oder sonstigen Vermögenswerten.
- Die Polizei verlangt niemals die Herausgabe oder Übergabe von Geld oder Wertgegenständen.
- Die Polizei ruft nicht mit der Notrufnummer 110 an.
So sollten Betroffene reagieren
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden, keine Angaben zu Vermögen oder Angehörigen machen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Die Polizei sollte über eine selbst gewählte Nummer kontaktiert werden. Im akuten Notfall gilt weiterhin der Notruf 110.
Angehörige sollten ältere Familienmitglieder auf diese Masche hinweisen. Gerade Betrugsanrufe wirken oft deshalb, weil sie mit Stress, Angst und vermeintlicher Dringlichkeit arbeiten.