Am Samstag, 5. September 2026, gegen 17:30 Uhr ist nach einem Hinweis aus der Bevölkerung die illegale Entsorgung mehrerer Müllsäcke in einem Gewässer an der Baltrumstraße im Nordenhamer Ortsteil Einswarden festgestellt worden. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zur Täterschaft geben können.

Was bisher bekannt ist

Nach Angaben der Polizei befanden sich mehrere Müllsäcke in dem Gewässer. Weitere Angaben dazu, was sich in den Säcken befand, wie lange sie dort lagen oder wer sie dort entsorgt haben könnte, machte die Polizei zunächst nicht.

Auch ein Motiv ist bislang nicht bekannt. Deshalb wäre es spekulativ, dem unbekannten Verursacher einen bestimmten Grund zu unterstellen. Fest steht nur: Die reguläre Entsorgung wurde umgangen und der Abfall landete stattdessen in einem Gewässer.

Warum Müll im Gewässer problematisch ist

Welche Umweltfolgen entstehen können, hängt entscheidend vom Inhalt der Säcke ab. Abfälle können Gewässer und Uferbereiche belasten, Tiere gefährden und zusätzliche Kosten für Bergung und Entsorgung verursachen. Ob es in diesem konkreten Fall bereits zu einer Verunreinigung gekommen ist, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

Rechtlich kann eine Gewässerverunreinigung erheblich sein: Wer unbefugt ein Gewässer verunreinigt oder seine Eigenschaften nachteilig verändert, kann nach § 324 Strafgesetzbuch mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden. Ob dieser Straftatbestand im Fall Einswarden erfüllt ist, hängt unter anderem vom Inhalt der Säcke und den tatsächlichen Auswirkungen ab.

Polizei bittet um Hinweise

Wer Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zur Täterschaft geben kann, wird gebeten, sich beim Polizeikommissariat Nordenham unter 04731 2694-0 zu melden.

Quellen: Polizeimeldung der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch vom 6. September 2026; rechtliche Einordnung nach § 324 StGB.