Brake. Für die Dialysepatienten in Brake rückt der 1. Dezember näher. Der bisherige Dialysestandort soll zum 30. November schließen. Wer seine Behandlung anschließend bei der Nordseedialyse fortsetzen möchte, soll künftig an den Standorten Esenshamm und Varel versorgt werden.

Das hat die Nordseedialyse auf Anfrage der Braker Zeitung mitgeteilt. Die endgültige Aufteilung auf die beiden Standorte steht demnach noch nicht fest. Sie soll gemeinsam mit den Betroffenen vorgenommen werden. Berücksichtigt werden sollen insbesondere Wohnort und Fahrtwege, geeignete Behandlungszeiten sowie die jeweils geeignete Behandlungsmethode.

Ab Dezember sechs zusätzliche Dialyseschichten pro Woche

Auf die zusätzlichen Patienten bereiten sich beide Standorte nach Angaben der Nordseedialyse bereits personell und organisatorisch vor. Für Esenshamm ist der Ausbau inzwischen konkret: Derzeit finden dort dienstags, donnerstags und samstags Dialysebehandlungen statt. Ab dem 1. Dezember kommen Montag, Mittwoch und Freitag hinzu.

An jedem dieser drei zusätzlichen Behandlungstage will die Nordseedialyse jeweils zwei Dialyseschichten anbieten. Damit entstehen in Esenshamm sechs zusätzliche Behandlungsschichten pro Woche. Dr. Stefan Zimmer bestätigte den Umfang auf eine konkrete Nachfrage der Braker Zeitung. Auch Varel wird einen Teil der Patienten aus Brake übernehmen.

Versorgung für Wechselnde ab 1. Dezember zugesichert

Für Patienten aus Brake, die ihre Behandlung künftig bei der Nordseedialyse fortsetzen möchten, gibt der Betreiber eine klare Zusage: Die medizinische Versorgung ab dem 1. Dezember sei sichergestellt.

Damit ist ein wesentlicher Punkt der bevorstehenden Schließung geklärt. Noch nicht entschieden ist dagegen, wer künftig in Esenshamm und wer in Varel behandelt wird. Diese Entscheidung soll ausdrücklich nicht pauschal erfolgen, sondern anhand der individuellen Situation.

Nordseedialyse kommt zweimal nach Brake

Für den Übergang sind zwei Termine direkt in Brake vorgesehen. Am 21. und 29. September will die Nordseedialyse vor Ort mit den Betroffenen sprechen. Dabei sollen individuelle Wünsche, die künftige Behandlung und offene organisatorische Fragen geklärt werden.

Zusätzlich findet am 17. Oktober am Standort Esenshamm ein Tag der offenen Tür statt. Eingeladen sind nach Angaben des Betreibers Patienten aus Brake, Angehörige und weitere Interessierte. Sie sollen dort Räume, Team und Behandlungsmöglichkeiten kennenlernen können.

Längere Fahrtwege bleiben eine Belastung

Eine Folge der Schließung lässt sich allerdings nicht vollständig auffangen. Die Nordseedialyse räumt ein, dass sich für einen Teil der Betroffenen längere Fahrtwege nicht vermeiden lassen. Gerade bei einer Dialyse, die in der Regel dreimal pro Woche erforderlich ist, bezeichnet der Betreiber dies selbst als eine relevante zusätzliche Belastung.

Genau deshalb sollen Fahrtweg, Behandlungszeit und Behandlungsmethode bei der Verteilung auf Esenshamm und Varel berücksichtigt werden.

Was noch offen ist

Die zentrale Versorgungslücke ab Dezember scheint damit für diejenigen Patienten geschlossen, die zur Nordseedialyse wechseln möchten. Offen bleibt vor allem die konkrete Verteilung auf Esenshamm und Varel. Diese soll gemeinsam mit den Betroffenen festgelegt werden.

Für die Patienten dürfte damit vor allem entscheidend sein, wie weit der neue Weg zur Behandlung tatsächlich wird und welche Behandlungszeiten sich im Einzelfall ergeben. Die Braker Zeitung begleitet den Übergang weiter.