Blick in den Stabsraum des neuen Katastrophenschutzzentrums des Landkreises Wesermarsch in Brake
Foto: Landkreis Wesermarsch/Meister. Bildunterschrift: Der Katastrophenschutzstab hat die neuen Räume an der Poggenburger Straße in Brake während einer zweitägigen Übung erstmals bezogen.
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Neues Zentrum für Katastrophenschutz in Brake

Der Landkreis hat die neuen Räume an der Poggenburger Straße erstmals bei einer zweitägigen Stabsübung genutzt. Moderne Technik ist einsatzbereit, Restarbeiten und die Notstromversorgung fehlen noch.

27. August 2026 Braker Zeitung Quelle: Landkreis Wesermarsch

Der Katastrophenschutzstab des Landkreises Wesermarsch hat sein neues Zentrum in Brake bezogen. Während einer zweitägigen Übung arbeiteten dort erstmals Stabsmitglieder der Verwaltung, Verbindungsbeamte sowie Fachberater von Hilfs- und Rettungsorganisationen zusammen. Nach Angaben des Landkreises hat sich die neue Einrichtung dabei bewährt.

Vom Sitzungssaal zum festen Stabsraum

Bislang wurde für die Stabsarbeit der Große Sitzungssaal im Kreishaus genutzt. Rechner, Karten und weitere Technik mussten für Übungen oder Einsätze jeweils auf- und wieder abgebaut werden. Bereits 2022 galt dieses Verfahren nach Angaben des Landkreises als nicht mehr zeitgemäß.

Bevor der Umbau beginnen konnte, musste zunächst die Bezirksmeisterei der EWE aus dem Gebäude ausziehen. Anschließend wurden Raumaufteilung, Brandschutz und technische Ausstattung geplant. Aus einer früheren Werkstatthalle entstand ein großer Stabsraum mit dauerhaft eingerichteten Arbeitsplätzen.

Großbildschirme statt Leinwand und Beamer

Die Einsatzlage wird im neuen Zentrum auf modernen Monitoren dargestellt. Damit sollen Feuerwehr, Technische Einsatzleitung, Polizei und weitere Beteiligte ihre Aufgaben besser koordinieren können. Die neue Raumaufteilung soll außerdem den direkten Austausch zwischen den Sachgebieten und externen Fachberatern erleichtern.

Nach Angaben des Ersten Kreisrats Matthias Wenholt befindet sich auch die Technische Einsatzleitung nun näher an der eigentlichen Stabsarbeit. Das soll Abstimmungswege verkürzen und die Bearbeitung einzelner Schwerpunkte in kleineren Teams erleichtern.

Gebäude noch nicht vollständig fertig

Trotz der Inbetriebnahme stehen noch Arbeiten aus. Nach Angaben des Landkreises fehlen unter anderem einzelne Türzargen und weitere Restarbeiten im Innenraum. Vor allem ist die vorgesehene Notstromversorgung noch nicht hergestellt.

Auch das Außengelände soll weiter angepasst werden. Die Zufahrt soll so hergerichtet werden, dass Lastwagen das Gebäude umfahren können. Das Zentrum wird damit bereits genutzt, obwohl die bauliche Fertigstellung noch nicht vollständig erreicht ist.

Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisationen eingebunden

Der Katastrophenschutzstab übt nach Angaben des Landkreises mehrfach im Jahr. In die Stabsarbeit sind neben Polizei und Bundeswehr auch das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die DLRG, das Technische Hilfswerk und der Eigenbetrieb Rettungsdienst eingebunden.

Externe Trainer entwickeln die Übungsszenarien und bilden in einem sogenannten Gegenstab die Außenwelt ab. Auf diese Weise sollen Einsatzlagen möglichst realistisch bearbeitet werden. Anschließend werden Ablauf und Aufgabenerfüllung ausgewertet.

Öffentliche Besichtigung am 3. September

Als nächster Termin ist eine Besichtigung durch die Kreispolitik vorgesehen. Der Bauausschuss soll das Katastrophenschutzzentrum am Donnerstag, 3. September 2026, im Rahmen einer öffentlichen Sitzung um 16.30 Uhr besichtigen.

Quelle und Einordnung: Grundlage dieses Artikels ist die Pressemitteilung 2026-124 des Landkreises Wesermarsch vom 27. August 2026. Die Braker Zeitung hat die Angaben redaktionell zusammengefasst und sprachlich neu gefasst. Die noch fehlende Notstromversorgung und die weiteren Restarbeiten werden in der Mitteilung ausdrücklich genannt.

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