WESERMARSCH · POLITIK VOR ORT · LEMWERDER

Drei Wasservernebler, drei Trinkbrunnen, Sonnensegel – nur der Preis fehlt noch

Die Grünen wollen Lemwerder bis zum kommenden Sommer mit einem Hitzefahrplan ausstatten. Geplant sind mindestens drei mobile Wasservernebler, drei Trinkwasserspender und Sonnensegel zwischen Gymnasium und Grundschule. Über konkrete Kosten schweigt der veröffentlichte Antrag.

Hitziger öffentlicher Platz mit Wasservernebler und zusammengerolltem Sonnensegel als Symbol für geplante Hitzeschutzmaßnahmen in Lemwerder
Symbolbild / KI-Illustration: Braker Zeitung

Lemwerder. Wassernebel vor Schulen und Sportstätten, Trinkwasser am Rathausplatz, an der Fähre und am Grundschulhof sowie Sonnensegel zwischen Gymnasium und Grundschule: Die Grünen haben dem Gemeinderat einen ganzen Maßnahmenkatalog gegen sommerliche Hitze vorgelegt.

Am Donnerstag, 8. Oktober, beschäftigt sich der Ausschuss für Klima, Umwelt und Natur mit dem Antrag.

Nach den Vorstellungen der Fraktion soll spätestens bis Mai 2027 ein Hitzefahrplan vorliegen, damit erste Maßnahmen vor der nächsten größeren Hitzewelle greifen können. Die nötigen Mittel sollen ab dem Haushalt 2027 bereitgestellt werden.

Wunschzettel ohne Preisschild

Wie hoch diese Mittel tatsächlich ausfallen, bleibt bislang offen. Im veröffentlichten Antrag stehen weder Anschaffungspreise für die mindestens drei mobilen Wasservernebler und die drei Trinkwasserspender noch veranschlagte Kosten für Sonnensegel, Wartung oder laufenden Betrieb.

Parallel liegt ein weiterer Antrag der Grünen zur Klimatisierung von Kindertagesstätten vor. Dabei geht es unter anderem um moderne Lüftungs- und Klimasysteme mit Wärmerückgewinnung sowie Wärmepumpentechnik bei Neubauten und Sanierungen. Auch hier hängen die Investitionskosten laut Antrag vom geplanten System und vom Umfang der Baumaßnahme ab.

Der Plan für kühlere Sommertage liegt damit auf dem Tisch. Der Preiszettel noch nicht.
Quellen und Transparenz: Grundlage sind die veröffentlichten Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 16. August 2026 zum Hitzefahrplan und zur Klimatisierung von Kindertagesstätten. Der Hitzeschutzantrag nennt mindestens drei mobile Wasservernebler, Trinkwasserspender an drei Standorten, Sonnensegel sowie ein Konzept bis spätestens Mai 2027. Ein Beschluss ist vor der Ausschusssitzung am 8. Oktober noch nicht dokumentiert. Das Titelbild ist eine redaktionelle KI-Illustration und zeigt keinen konkreten Ort in Lemwerder. Antrag Hitzefahrplan ↗ · Antrag Klimatisierung KiTa ↗

Offene Fragen?

Was würden Wasservernebler, Trinkwasserspender und Sonnensegel in Anschaffung und Betrieb tatsächlich kosten?

Welche Maßnahmen sollen zuerst umgesetzt werden, falls der Ausschuss und später der Rat dem Antrag folgen?

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