WESERMARSCH · POLITIK VOR ORT · SCHWEIBURG
Keine Spielgeräte, kaum Nutzer: Wie Jade einen Spielplatz zu Bauland macht
Die Gemeinde Jade will eine bisherige Spielplatzfläche an der Rosenstraße in Schweiburg in Bauland umwandeln und anschließend als Baugrundstück verkaufen. Die eigene Planbegründung liefert dabei eine bemerkenswerte Logik: Der Platz werde kaum noch genutzt. Dort stehen allerdings auch keine Spielgeräte.
Jade. Keine Spielgeräte, kaum Besucher, künftig Bauland: Der Gemeinderat entscheidet am Donnerstag über das endgültige Aus für die bisherige Spielplatzfläche an der Rosenstraße in Schweiburg.
Das gesamte Plangebiet umfasst rund 0,29 Hektar und schließt neben dem bisherigen Spielplatz weitere Flächen ein. Vorgesehen ist künftig ein Mischgebiet. Die Spielplatzfläche selbst soll in Bauland umgewandelt und anschließend als Baugrundstück veräußert werden. Genau dieses Planungsziel nennt die Gemeinde in ihrer Beschlussvorlage.
Die Logik steht selbst in der Begründung
Ausgerechnet die amtliche Planbegründung liefert die stärkste Pointe des Verfahrens. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Spielplatz auf dem betreffenden Grundstück kaum noch genutzt werde.
Den möglichen Grund nennt das Dokument gleich im nächsten Satz: Dort seien keine Spielgeräte vorhanden.
Am Dorfplatz und am Quittenweg gebe es zwei weitere Spielplätze, die deutlich attraktiver gestaltet seien und wesentlich mehr Zulauf hätten. Deshalb will die Gemeinde die bisherige Spielplatzfläche an der Rosenstraße nicht weiter unterhalten. Hinzu kommt nach ihrer Begründung das geringe Angebot an Bauland in Schweiburg.
Der Ausschuss für Bauen und Straßen stimmte dem Satzungsbeschluss im August einstimmig mit fünf Ja-Stimmen zu. Am Donnerstag hat der Gemeinderat das letzte Wort.
Die Gemeinde trägt zunächst die Kosten des Bauleitplanverfahrens. Bei einem späteren Verkauf sollen die Planungskosten bei der Festlegung des Kaufpreises berücksichtigt werden.
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